Dienstag, 16. Juni 2020

hinter dem Polarkreis

... gab es endlich mal größere Tiere als Hasen zu sehen . Zwei Banden von Rentieren belagerten die Straße, die Autos machten einen Bogen herum. Endlich mal große Tiere, bis auf paar Rehe.
Insgesamt wollte ich mich heute an einem schönen sonnigen und mückenfreien Abend mal ein bisschen mit der Tierwelt beschäftigen. 
Ich sitze hier an einem riesen Stausee und in der Nähe drosselt eine Drossel. 
Die gibt es hier mehr als Amseln, außerdem ein paar Schwalben und Bachstelzen und schnell fliegende quietschende Enten, die bei uns nicht vorkommen, klein und schwarz weiß .
Aber der Elch hat sich bis jetzt versteckt. Vor ein paar Tagen am Ostseestrand waren die Vögel so laut , dass ich den Eindruck hatte, sie wechseln sich nur ab, aber es ist nie Ruhe und da es die ganze Nacht auch hell war, war auch die ganze Nacht Vogelgesang. 
Weiterhin erwähnen möchte ich Buchfinken , natürlich die Möwe, die Wildgans und die Kähe und der Sperling, und dann noch der Kuckuck. Nicht zu vergessen die Grasmücke, die Blaumeise und manch andere Vögel, die ich nicht kenne oder vergessen habe.
Absolut nicht außer Acht zu lassen ist natürlich die gemeine Stechmücke, davon gibt es hier teilweise sehr viel, dass jeder Gang aus dem Zelt nach draußen keinen Spaß macht.
Und während des Radfahrens, besonders bergauf, umkreist mich manchmal wie ein Satellit eine dicke Bremse.
Heute früh , als ich gerade beim Wäsche waschen war , erschien Hartmut aus der Nähe der Heideparkgegend, wie ich später erfuhr.
Erst präsentiert wir gegenseitig unser stolpriges Englisch . Ich wurde schon etwas stutzig weil ich dachte dass das kein schwedischer Akzent ist . Und dann versuchten wir es mit Deutsch und das klappte ganz gut . Hartmut fährt mit seinem Elektrofahrrad eine Runde hier in Schweden oder vielleicht auch Finnland oder Norwegen und ist bis hier in den Norden erstmal ein Stückchen mit dem Auto gefahren . Wir haben heute eine Strecke zusammen gemacht, gemeinsam Pause gemacht, gegessen und den Polarkreis überwunden . 
Ja , und auch weil sein Strom alle war, macht er Rast auf einem Zeltplatz während ich noch ein Stückchen weiter nördlich fuhr, aber das gemeinsame Fahren und dabei Unterhalten, das war sehr angenehm . Vielleicht treffen wir ja uns noch einmal.

Samstag, 13. Juni 2020

Nette Begegnungen

Auf der Suche nach einem Rastplatz von dem ich aus die Schärenlandschaft betrachten kann fuhrich eine Straße bis zum Ende. Auf einmal befand ich mich auf einem privaten Grundstück die Frau schaute mich erstaunt an. Ich sagte ich würde mal gern die Aussicht genießen und ob ich Pause machen könne sie hatte nichts dagegen und ich setzte mich auf eine Bank und packte mein Zeug aus und aß Mittag und schaute mir den Verkehr zwischen den Inseln mit den Motorbooten, den Leuchtturm und die steinige Küste an.
 wir unterhielten uns etwas sie sagte ihr Vater habe das hier aufgebaut und hätte gegenüber auf der Insel gewohnt.
Einige Zeit danach traf ich eine junge Frau in Gegenrichtung wir fuhren erst aneinander vorbei und dann hielten wir doch an und unterhielten uns kurz darüber woher und wohin. 
Sie studierte ein Jahr in der nächstgelegenen Stadt, kam aus Deutschland und wollen nun die nächsten Wochen dazu benutzen um wieder nach Hause zu fahren mit dem Fahrrad sie hätte das auch noch nie gemacht. Ich habe auch erklärt woher ich komme und wohin und wir haben uns eine gute Reise gewünscht nicht lange danach häuften sich die Radfahrer Begegnungen eigentlich fuhren die meisten mit dem Rennrad ziemlich schnell und vorbei manchmal mit manchmal ohne Gruß.
 eine Frau holt mich ein und wir hatten ein nettes Gespräch sie war Ärztin in einem nahegelegenen Krankenhaus und auch ich Erzählte von meinem beruflichen Hintergrund und so kamen wir über das Gespräch über Corona sie hatten vier Fälle im Krankenhaus. Dann ging das Gespräch auch noch um das radfahren und ich gab ihr ein paar Tipps wie ich das mache und sie bot mir an bei ihrem Vater der in der Nähe der Stadt wohne zu übernachten aber irgendwie ist es nicht dazu gekommen ich habe keine weitere Nachricht bekommen und es ist mir auch ganz recht so konnte ich ungezwungen unverbindlich weiter fahren und mir ein schönes Plätzchen wieder am See suchen welches sich jetzt gefunden habe hier am See waren einige Badegäste. Erst tun Sie so als würden sie mich gar nicht registrieren und dann kommt man doch miteinander ins Gespräch und sie fragen neugierig woher und wohin und geben mir auch Tipps wie ich meine Strecke ändern könnte und was ich mir noch alles ansehen könnte und man kommt wirklich ganz gut ins Gespräch und sie sind sehr aufgeschlossen und angenehm.
Dieser Platz hier ist der komfortabelste den ich bis jetzt hatte mit Dusche mit Strom Toilette natürlich alles super sauber also ich kann mich nicht beschweren außer natürlich die Mücken die ich ein bisschen chemisch bekämpfen muss.

Donnerstag, 11. Juni 2020

Vor und nach der Sauna in die Ostsee springen

Aber ist das überhaupt die Ostsee ? Kein salziger Geschmack dafür aber komischerweise Ebbe und Flut, zur Zeit Ebbe,Teile des Strandes liegen nackt da.
Das erste Mal, dass ich auf einem Campingplatz übernachte, weil ich den Eindruck hatte, dass sonst die Uferzonen alle mit Ferienhäusern bebaut sind. Ca. 70 km nördlich von Sundsvall. 
Unterwegs fuhr ich über eine beeindruckend riesige Brücke wohin mich meine Radroute führte obwohl das fahrradfahren verboten war warte ich es und es war sehr beeindruckend. 
Aber ich wagte nicht, mitten auf der Brücke anzuhalten und Fotos zu machen.
Immer wieder geht es bergauf bergab wobei ich das Bergauf natürlich mehr spüre als das Bergab. 
Unendliche Wälder: Kiefern Fichten, Birken; die Eiche und die Buche und die Linde und die Kastanie sind hier nicht mehr anzutreffen im Winter ist es wohl sehr kalt hier und es liegt lange Schnee. 
Ab und zu ein von der Abholzung kahl gefressenes Stück. Dazwischen Moore und Bäche.
Der Flieder blüht noch das Buschwindröschen und die Apfelbäume auch ich frage mich ob die das schaffen mit der Fruchtreife.
Das war ein schöner sonniger Tag und zur Krönung war auch gleich noch Saunazeit eine halbe Stunde nach meiner Ankunft .
So hatte ich auch Gelegenheit mit dem Campingplatz Besitzer und seiner Frau zu reden und einiges über die Situation in Schweden zu erfahren.
Wie in Deutschland scheint es auch hier zu sein, dass vor allem die Älteren mit der Situation, dass Ausländer weiterhin ins Land kommen, zunehmend unzufrieden sind.
Die Taten einzelner bringen das Fass zum Überlaufen.
So detailliert konnte ich mich mit ihm nicht unterhalten dafür waren unsere beide Englischkenntnisse zu schlecht.
Gestern hatte ich Geburtstag und das war sehr schön, so viele Glückwünsche zu empfangen, das hat mich sehr gefreut, dass du viele Freunde an mich denken.
Sonst war der Tag eher geprägt von langem Radfahren berghoch berg runter lange Wege durch den Wald ab und zu mal wieder ein See und alles sehr ruhig.
Gestern wie auch vorgestern traf ich Radfahrer da geht man gleich erfreut auf einander zu und tauscht Informationen aus. 
So. Die Mücken stechen, ich gehe ins Bett...

Kurz vor Bolinas

Eigentlich sind die meisten schwedischen Kleinstädte bisher nicht so aufregend gewesen. Marktflecken mit paar Geschäften, selten ein Bäcker. Diese wird keine Ausnahme sein, wenn ich da morgen durchfahre. Bemerkenswert die Erlebnisse vorher.  An dem Strand,  wo ich mein Zelt aufgebaut habe,  (übrigens ein Tipp von Max aus Deutschland, der mit Rebecca aus Neuseeland mit dem Fahrrad in andere Richtung unterwegs war, beide habe in menschenleerer Gegend an einem See,  wo ich Pause machte, getroffen) traf ich Achmed aus Syrien und Anna aus Schweden und andere der Familie und wurde gleich herzlich zum Essen eingeladen,  das Gegrillte war gerade fertig. Lecker, mal wieder Fleisch und vor allem Salat. Wir konnten uns gut auf Englisch unterhalten. Denen geht es gut hier, aber Deutschland wäre auch nicht schlecht, da ist mehr los.
Auch Corona war das Thema, sie finden richtig, wie es hier läuft, aber auch unsere Frau Merkel vernünftig.  Mit den USA,  was da passiert,  auch gerade aktuell, das verurteilen sie.
Unterwegs hatte ich noch eine lustige Begebenheit. Ich war auf einmal Teil eines Klassenausfluges mit dem Fahrrad. Alle, die Kinder, ca. 16jährig, der Lehrer und ich. Die hatten es natürlich leichter, ohne 20 kg Gepäck. Hab mich wacker gehalten. Habe mich unterwegs eine Weile mit dem Lehrer unterhalten, auch hier Normalität und sowieso sind bald Ferien, die Universitäten machen wohl etwas eher Semesterferien. 

Sonntag, 7. Juni 2020

Weiter nach Norden

Etwas feucht die letzte Zeit, aber heute sind es nur Schauer, gestern war es ergiebiger.  Dafür starker w, meist aber von hinten. Sitze das erste Mal im einem Restaurant, Pizza Döner, die Pizza war ok. Habe umgerechnet, wieviel Kronen ein Euro sind. Geht also, so teuer ist das nicht.
Häufig leere Straßen,  hügelauf und -ab durch den Wald. Wege führen zu versteckten Häusern, alles Ferienhäuser oder hat der Riese alle Häuser irgendwo hingeworfen, damit keine Stadt entsteht?
Alles geschmackvoll bis perfekt,  die Mähroboter tun ihre Arbeit. Gemähter Rasen an jedem Haus. Die Häuser, wie soll anders sein,im Schwedenstil, außen Holz, weiß oder Schwedenbraun.
Aber Menschen,  ganz selten, wenn, dann huschen sie schnell weg oder sitzen im Auto. So sitze ich auch hier allein mit der Pizza, die nun im Bauch ist. Mal sehen,vielleicht suche ich doch mal ein Warmshower  Quartier auf. ...

Freitag, 5. Juni 2020

Regentag

Heute war es trübe und feucht. Nach dem Mittagsschlaf bin ich dann los. Wunderschöne Gegend! Bergauf und -ab. Vereinzelte Gehöfte und Häuser, viele wie aus dem Ferienhauskatalog.

Donnerstag, 4. Juni 2020

zweiter Tag in Schweden

 ...heute bin ich ziemlich viel Gefahren durch die Gegend der Trolle, einen Menschen habe ich im Wald getroffen als ich Picknick machte der warf eine Wurfscheibe total weit zwischen die Buchen zu irgendeinem Ziel, in der Nähe des Zieles befanden sich Körbe die aus Ketten gebaut worden waren, ich fragte den Mann was er dort mache und er sagte mir er spiele Golf es gäbe so eine Art WaldGolf nun habe ich wieder etwas gelernt.

Erster Tag in Schweden

Nächtliche Fährfahrt, Anschieben eines Wohnmobils, Fahren durch das grüne hügelige Land, hübsche Häuser, immer eine Denoration im Fenster, keine Gardinen, Nebenstraßen,  kaum Verkehr. Das doppelte Foto kann ich nicht entfernen...

Mit der Bahn nach Hause

Aufgrund eines Trauerfalls in der Familie musste ich meine Reise abbrechen und sitze nun in der Bahn. Der letzte Auf...